?Das Klima geht jeden etwas an“
Wer tr?gt die wahren Kosten für billige T-Shirts? Wie l?sst sich im Alltag Energie einsparen? Was kann jeder Einzelne tun, um den Klimawandel zu bremsen? Mit diesen brisanten Fragen durften sich die Jugendlichen der Lernwerkstatt eine Woche lang besch?ftigen. Zum Auftakt der Umweltwoche am 25.04. war das Green Office und das Referat V/5 vor Ort.
?Man darf nicht müde werden zu betonen, wie wichtig Umweltschutz ist – es ist eines der zentralen Themen unserer Zeit, trotz Corona und Ukraine-Krieg“, sagte Vladislav Perkov, der Leiter der Lernwerkstatt. ?In der Lernwerkstatt haben wir zus?tzliche Mülltrennung eingerichtet und auf Recycling-Papier umgestellt, um unsere Einrichtung nachhaltiger zu gestalten.“ Er bedankte sich bei seiner Stellvertreterin Christina Amerle, die die Organisation der Umweltwoche übernommen hatte. ?Es ist unser Auftrag als Bildungseinrichtung, die Jugendlichen auf diese Zusammenh?nge aufmerksam zu machen. Vielen ist nicht bewusst, welchen Einfluss man nehmen kann – beim Einkaufen oder beim Energieverbrauch. Oft haben sie dafür zu Hause keine Ansprechpartner“, so Amerle.
?Das Klima geht jeden etwas an und jeder kann einen Beitrag leisten“, das ist Dr. Martin Postner, Referatsleiter für Umweltschutz und Logistik an der Universit?t Regensburg. Anhand konkreter Beispiele zeigte er den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Lernwerkstatt auf, wie sie im Alltag Energie und CO2-Emissionen einsparen k?nnen: ?Vielleicht benutzt man statt Google die Suchmaschine Ecosia. Die Firma verwendet einen Teil ihrer Einnahmen, um B?ume zu pflanzen. Dadurch werden die Emissionen ausgeglichen, die beim Betrieb der Rechenzentren entstehen.“ Auch der t?gliche Weg zur Arbeit oder Ausbildung spielt eine Rolle beim Umweltschutz: Fünf Liter 百利宫_百利宫娱乐平台¥官网el bedeuten 13 Kilogramm Emissionen. ?Bei einem Arbeitsweg von zw?lf Kilometern t?glich entstehen pro Jahr 420 Kilogramm aus“, so Dr. Postner. ?百利宫_百利宫娱乐平台¥官网e Menge l?sst sich einsparen, wenn man mit dem Rad f?hrt.“
Martin Postner berichtet über den Treibhauseffekt.
Was ist beim Kauf von Kleidung wichtig?
Welche Auswirkungen die Herstellung von Kleidung auf Umwelt und Klima hat, das war das zentrale Thema im Workshop Fairtrade - Slow Fashion. Es gibt Firmen, die im Jahr bis zu 52 Kollektionen herausbringen – zu sehr niedrigen Preisen. Dabei werden Umwelt- und Sozialstandards (oft) nicht eingehalten. Dennoch reizt der Kauf des n?chsten Trendstücks. Es ist ja auch so verlockend, wenn immer wieder neue Trends in den L?den zu finden sind. Das geht aber auch mit gebrauchter Kleidung und ist dazu noch viel umweltschonender.
Im grünen Herrensalon wurde das Thema "Fairtrade - Slow Fashion" behandelt.
Die Jugendlichen zeigten sich interessiert an den Themen und aufgeschlossen für die Vorschl?ge der Referent*innen. ?Ich versuche, weniger zu kaufen und die Kleidung zu tragen, bis sie wirklich kaputt ist“, sagte Leonie, die an der Lernwerkstatt eine Ausbildung zur G?rtnerin absolviert. Ihr Kollege Matthias war schockiert von den Bedingungen, unter denen Mode produziert wird: ?Für eine Jeans ben?tigt man 40 Badewannen voll Wasser. Dass eine N?herin, die ein 30-Euro-T-Shirt herstellt, nur 18 Cent für ihre Arbeit bekommt, ist unglaublich.“
?Es ist gut, wenn man sich die Fakten nochmal in Erinnerung ruft – das bringt einen schon zum Nachdenken“, finden Matthias und Michael, beide sind Auszubildende im Bereich Holz. Beide wollen künftig Produkte wie Obst und Gemüse regionaler kaufen und auf exotische Früchte verzichten. ?Wer kann, sollte auch weniger mit dem Auto fahren und ?fter mal das Fahrrad nehmen“, finden sie.
Im Rahmen der Themenwoche ?Nachhaltigkeit“ vom 29.8. bis 2.9. in der?Kinder-Ferienbetreuung?der Universit?t Regensburg fanden?vier kreative Workshops?statt, bei denen die Kinder die M?glichkeit hatten, dem Thema Nachhaltigkeit auf spielerische Art und Weise n?herzukommen. Die Aktionen waren volle Erfolge und trotz freiwilliger Basis haben alle Kinder mit viel Freude und Spa? mitgemacht.
Aktion: Bienenstunde mit Honigbrotzeit
mit Sven Conrad
Die Kinder durften in das Leben der Bienen eintauchen, ihren Lebenszyklus, die Artenvielfalt der Wildbienen und ihre imposante Arbeitsteilung im Bienenstock kennenlernen. Zus?tzlich wurde die spannende Arbeit eines Imkers vorgestellt. Ein besonderes Highlight waren die Schutzanzüge, in denen die Kinder in die Rolle der Imker schlüpfen durften. Nach dieser spannenden Bienenstunde, haben die meisten Kindern den Schrecken verloren. Was will man mehr?
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Aktion: Helferlein in Haus und Garten
mit Elisabeth Mock
In einem Rollenspiel durften die Kinder sich in eines von 15 Krabbeltierchen hineinversetzen. Wie macht die Heuschrecke ihr typisches Zirpen, wie kann eine Waldameise dem Boden im Wald nutzen, warum fühlt sich das Silberfischchen in unseren Badezimmern so wohl? Durch die Beschreibung von Aussehen und Lebensweise durften die Kinder den Nützling gegenseitig erraten.
Ziel war es, ein Verst?ndnis für das Gleichgewicht des ?kosystem sowie die Bedeutung der Artenvielfalt zu vermitteln, und zu erkl?ren, dass "Nützling" und "Sch?dling" nur durch uns Menschen zugeteilt werden.
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Aktion: Seed-Bombs
mit Luise Sch?fer und Yannis Mill
Im Rahmen der Themenwoche ?Nachhaltigkeit“ vom 29.8. bis 2.9. in der Kinder-Ferienbetreuung der Universit?t Regensburg fanden Workshops zur Herstellung von Seed Bombs (?Samenbomben“) und zum Thema ?Stadt der Zukunft“ statt, bei denen die Kinder die M?glichkeit hatten, dem Thema Nachhaltigkeit auf spielerische Art und Weise n?herzukommen. Die Aktionen waren volle Erfolge und trotz freiwilliger Basis haben alle Kinder mit viel Freude und Spa? mitgemacht.
Seed Bombs sind kleine Samenkugeln, bestehend aus Erde, Tonerde, Samen und ein wenig Wasser. An der Abwurfstelle sollen kleine grüne Flecken mit Blumen entstehen, der als Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten dienen kann, die sonst z. B. in St?dten sehr schwierigen Lebensbedingungen ausgesetzt sind. Nachdem die anf?ngliche Hemmschwellen mancher, die Erdmasse mit den H?nden zu kneten, überwunden war, hatte alle viel Spa? an der Aktion.
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Aktion: Stadt der Zukunft
mit Luise Sch?fer und Yannis Mill
Auch beim Thema ?Stadt der Zukunft“ waren die Kinder sehr interessiert. Da in Zukunft immer mehr Menschen in der Stadt leben werden, stand die Frage im Mittelpunkt, wie eine Stadt in Zukunft organisiert werden kann, um für viele Menschen einen entsprechenden Wohnraum zu bieten und eine hohe Lebensqualit?t zu erm?glichen. In einer Einführungsgeschichte, in der es um ein überspitztes Negativbeispiel einer Stadt ging, sind den Kindern folgende Aspekte aufgefallen: Autos und Stau, L?rm, Baustellen, keine Natur und schlechte Luft. Das waren alles Punkte, die die Kinder nicht als lebenswerte und ansprechende Stadt beschrieben hatten. Anschlie?end konnten die Kinder ihre eigenen Vorstellungen gemeinsam auf ein gro?es Plakat malen. So k?nnten sie in einem kreativen Prozess ihre eigene, kleine Stadt der Zukunft entwicklen.
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